Ärztliche Osteopathie mit funktionellem ganzheitlichen Ansatz

Die ärztliche Osteopathie wird in unserer Praxis von Herrn Dr. Neumeier abgebildet.

Was ist ärztliche Osteopathie ?
Die Osteopathie ist eine Therapiemethode, die auf sehr feinfühlige Art über Berührung und Gewebeverschiebung behandelt, um Störungen im Körper regulierend zu beeinflussen.

Die Osteopathie ist zugleich Philosophie, Wissenschaft und Kunst. Ihre Philosophie beinhaltet das Konzept der Einheit von Struktur und Funktion des Organismus im gesunden wie im kranken Zustand. Als Wissenschaft umfasst sie Teilbereiche der Biologie, Chemie, Physik, Anatomie und Physiologie im Dienste der Gesundheit sowie der Prävention, der Heilung und der Linderung von Krankheiten. Ihre Kunst besteht in der Anwendung dieser Philosophie und Wissenschaft in der Praxis.

(H. M. Wright, Perspectives in Osteopathic Medicine. Kirksville College of Osteopathic Medicine, Kirksville 1976)

Diese Definition der Osteopathie gilt bis heute. Damit Osteopathen dem hohen Anspruch gerecht werden können, brauchen sie vor allem in der Anatomie und Physiologie umfassende medizinische Kenntnisse. Sie müssen sich die speziellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren der Osteopathie aneignen, die philosophischen und konzeptionellen Grundlagen ihres Berufes kennen – und sie brauchen sensible Hände, die auf den Körper des Menschen „hören“ und mit dem Körper „sprechen" können.

Geschichte
Im Jahre 1874 wurde diese Methode von dem Amerikaner Dr. Andrew Taylor Still begründet. Still hatte in jahrelanger Forschung erkannt, dass der Mensch in Gesundheit und Krankheit als Einheit reagiert. Er kannte die Wechselwirkungen der Organsysteme und er kannte die Naturgesetze. Auf dieser Grundlage entwickelte Still das ganzheitliche Konzept einer Behandlung, die ausschließlich mit den Händen erfolgt. Daraus entstand die Osteopathie, als alternativmedizinisches Behandlungskonzept. Schnell entwickelte sich aus seiner Praxis eine Klinik und 1892 wurde die Schule für Osteopathie im US-Bundesstaat Missouri gegründet, die sich zunehmender Studentenzuwachses erfreute. Heute existieren mehr als 20 Universitäten für Osteopathie in den USA. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Osteopathen stetig zu, doch gibt es noch keine gesetzlich geregelte Ausbildung, geschweige denn einen eigenständigen universitären Studiengang der Osteopathie so wie es in ihrem Mutterland der Fall ist. Aus diesem grund ist es wichtig, dass Sie Ihren Osteopathen nach seiner Ausbildung fragen. Im Idealfall ist er Facharzt und ärztlicher Osteopath mit einer 5-jährigen Ausbildung mit Diplomabschluß (z.B. in der DAAO.)

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Wie arbeitet der Osteopath?
Osteopathen berücksichtigen gleichermaßen die Einheit des Körpers sowie das Wissen um seine Selbstheilungskräfte und die Wechselbeziehungen zwischen seinen Strukturen und Funktionen. Der Osteopath behandelt die Körperstruktur des Patienten und wirkt so auf seine Physiologie ein. Die eigentliche osteopathische Behandlung ist rein manuell. Die Ernährung, die psychische, soziale und spirituelle Situation sowie andere Lebensfaktoren des Patienten werden jedoch bei der Festlegung der Therapie berücksichtigt und in die Behandlung einbezogen.
Der Osteopath ist in der Lage, Schlüssel-Dysfunktionskomplexe von Folgeursachen zu unterscheiden. Dies ist für die Wahl der Technik und den Behandlungserfolg entscheidend. Eine bescheidene Haltung und Respekt gegenüber dem Menschen in seiner Ganzheit und den sich selbst regulierenden Kräften des Menschen und der Natur sind ein inhärenter Bestandteil der Osteopathie.

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Selbstheilung
Der osteopathische Therapeut behandelt sanft das Körpergewebe, um die Harmonie im System wieder herzustellen. Diese Methode arbeitet ganzheitlich, dynamisch und individuell auf den Patienten abgestimmt. Jeder Körper verfügt über die Fähigkeit, sich selbst zu helfen, doch durch die heutige Lebensweise und ihren verschiedenen unnatürlichen Belastungen in Beruf und Alltag, ist der Weg zu diesen Fähigkeiten oftmals „verschüttet“, so dass der Körper therapeutische Hilfe benötigt, um sich selbst wieder helfen zu können. Die Osteopathie zielt darauf ab, diese Selbstheilungskräfte, an die der Patient selbst nicht mehr gelangt, zu aktivieren.
Das bereits erwähnte Prinzip der Ganzheitlichkeit bedeutet, dass bei dieser Therapiemethode der Mensch als Ganzes, mit seiner individuellen Persönlichkeit, seiner Lebensweise, Körper, Geist, Seele und Umfeld in die Diagnostik und Therapie einbezogen wird.

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Tensegretystruktur, Verbundenheit
In unserem Körper sind alle Strukturen mittels Bindegewebe untereinander verbunden. Spannungen, die auf dieses Bindegewebe an irgendeiner Stelle einwirken, können somit ein Ungleichgewicht im gesamten Körper bewirken und dadurch auch Organfunktionen stören. Für den Osteopathen ist das Bindegewebe daher eines der Schlüsselgewebe für Diagnose und Therapie.
Beschwerden durch Schmerzen unterschiedlichster Art kommen heutzutage immer häufiger vor. Während die Schulmedizin versucht, das Symptom „Schmerz“ mit schmerzbetäubenden Medikamenten zu beseitigen, sucht der Osteopath nach den dem Schmerz zugrunde liegenden Ursachen. Denn Schmerzen und andere Störungen haben meist einen viel tiefer verborgenen Ursprung als es dem Patienten erscheint, sie sind gewissermaßen nur „die Spitze des Eisberges“. Der Osteopathische Therapeut erspürt mit seinen Händen Barrieren und Störungen im Körper und beseitigt sie, damit die normale Gewebebeweglichkeit wieder hergestellt ist und der Körper seine Selbstheilungskräfte entfalten kann.
Gelenkblockaden, verspannte und verhärtete Muskeln, Störungen innerer Organe können somit therapiert und behoben werden. Der Ostepath arbeitet dabei mit geschultem Blick, trainierten Händen und Intuition. - Im Gegensatz zum Schulmediziner, der sich auf die Bekämpfung der Krankheiten des Menschen fokussiert, konzentriert sich der Osteopath somit auf die Gesundheit, hilft dem Körper des Patienten, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Diese Therapiemethode ist sehr gut mit anderen schonenden, naturheilkundlichen Behandlungsmöglichkeiten und der Schulmedizin kombinierbar, und sind nachhaltiger da sie Ursachen beheben und nicht nur Symptome (Schmerz etc.) überdecken.

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